Knallzelle

Ausstellung von Albrecht Fersch
11. November – 6. Dezember 2017
Vernissage am Samstag, 11. November, 17 Uhr
Finissage am Donnerstag, 6. Dezember, 17 Uhr























Ein gläserner Kasten der angefüllt ist mit: Detonationen, Kollisionen, Vulkanausbrüchen, Feuersbrünsten, Rauchschwaden. Ein Kiosk: dort holen wir uns die täglichen Katastrophen, von hier aus verteilen sich Neuigkeiten explosionsartig in die Welt.
Die Knallzelle ist ein Widerspruch: eine massive Anhäufung der Katastrophen, eine
Knallakkumulation, eine expansive Kraft, die zugleich in einer geschlossenen Zelle, einem Glaskasten, dem Kiosk, gefangen ist. Innen brodelt es gewaltig, außen befinden wir uns an einem gewöhnlichen, öffentlichen Ort.
Verlieren Katastrophen durch die Anhäufung der Bilder an Schrecken? Kann Destruktion zu Dekoration verkommen? Bist du außerhalb der Knallzelle sicher? Gibt es ein Außerhalb?

Albrecht Fersch verwandelt den Kiosk am Reileck in eine Knallzelle. 
Vom 11. November bis zum 6. Dezember darf man sich nicht mehr wohlbehalten fühlen. Die Explosionen sind gefangen hinter Glas, aber wie sicher ist dieser Schutz? Während am 11. November traditionell in allen Ecken des Landes Kinder mit harmlosen und schön anzusehenden Laternen durch die Straßen ziehen, wird hier eine ganz andere Laterne zum Leuchten gebracht. Katastrophen, wie sie uns täglich aus den Medien erreichen, versammeln sich hier mit geballter Wucht und erschüttern die gesellschaftlichen Seismographen.
Die Knallzelle: Sprengkraft, komprimiert auf engstem Raum; wie ein kleiner Urknall kurz vor der Expansion.

Die Ausstellung wird gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt und die Stadt Halle (Saale).

Über den Künstler:
Albrecht Fersch lebt seit 1995 in Berlin. Er baut komplexe Installationen und Bühnenbilder, er schnitzt Schnee, malt Tanz und Gedanken, zerlegt Klaviere, erzählt mit Möbeln wortlose Geschichten, leitet Gestaltungs- und Performancewerkstätten, schreibt verschmolzene Lyrik und erforscht den Logorealismus. Er rief in Zwickau das Supertheater und in Berlin die Kunstkammer ins Leben. Er liebt die Widersprüchlichkeit, sucht im Chaos nach Ordnung, verbindet Innen und Aussen. Seine Absicht: Das Weben der Welt verbildlichen.

"Bei Fersch ist so ziemlich alles möglich: Er hat schon mit Schnee geschnitzt, Gebäude zum Schweben und Holz zum Explodieren gebracht. Das Chaos schreit nach Ordnung und die träumt vom Chaos." (Antje Lechleiter/Badische Zeitung 9.7.2016)


Thematisch angrenzende Arbeiten von Albrecht Fersch:
"Gedankenkäfig", eine Ansammlung etlicher Texte in einem Käfig (siehe http://www.albrechtfersch.de/texte/texte.html)
"Nest" Bilderansammlung von Labyrinthen, Nestern, Knoten, Gewirren, in einem Holzverschlag. (siehe http://www.albrechtfersch.de/projekte/projekte.html)
"kleine Explosion" eine Performance, bei der eine größere Installation aus Holzlatten in Brand gesteckt wurde (siehe http://www.albrechtfersch.de/projekte/projekte.html)
Alle drei Arbeiten sind auch in diesem Katalog zu finden:
http://www.albrechtfersch.de/catalogue_albrecht_fersch_2003_-_2013.pdf

Du musst nur wollen

Ina Jänicke, Almuth Lohmann-Zell und Judith Runge
17. Oktober bis 5. November 2017


Vernissage am 17. Oktober 2017 um 19.00 Uhr 



„Arbeit lohnt sich!“ „Jeder kann es schaffen!“ „Du hast es in der Hand!“ „Erfolg ist planbar!“ „Alles, was ihr wollt!“ „Es liegt nur an Dir!“ – Versprechen der Leistungsgesellschaft und Gold im Überfluss am Kiosk des hr.fleischer e.V.

Es kursiert das Versprechen, dass jeder durch harte, zielstrebige Arbeit zum verdienten Wohlstand und kommerzieller Teilhabe gelangt. Jedem Mitglied der Gesellschaft wird die gleiche Chance zugesprochen, scheinbar hat jeder es selbst in der Hand, nichts oder sehr viel zu werden, arm oder reich zu sein. Jeder hat ein Anrecht auf maximalen monetären Erfolg – Besitz.
Die Erfüllung aller erdenklichen Wünsche und Träume als Zielsetzung unserer Gesellschaftsordnung? Eine wunderbare sorglose Welt.
Während der Zeit vom 17.10. - 5.11.2017 wird der Kunst- und Projektraum Kiosk am Reileck des hr.fleischer e.V. von den Künstlerinnen Ina Jänicke, Almuth Lohmann-Zell und Judith Runge zu einem goldenen Sehnsuchtsort zivilisatorischen Strebens verwandelt.

Schon mehrfach traten die Künstlerinnen in dieser Konstellation mit Installationen im öffentlichen Raum in Erscheinung (u.a. mit „aufgeblasen“ am Opernhaus zu den Händelfestspielen 2014).
Mit Ihrer Arbeit am Kiosk werfen die Künstlerinnen Fragen auf:
  • Ist Erfolg nur am Konsumvermögen zu messen?
  • Besteht wirklich Chancengleichheit?
  • Worin liegt die Motivation zu arbeiten begründet?
  • Was ist das Ziel der Arbeitstätigkeit?
  • Wann ist man reich?


ReilEcke – Episode 5

das Finale der Improtheatersoap von Hörspiel auf Verlangen
am 13. Oktober 2017 um 20 Uhr


Seit Mai konnte man nun am Leben des Kioskbesitzers Eckhardt Koslowski teilhaben. Manche Geschäftsideen zündeten, andere wiederum nicht. Es gab Verletzte, Intrigen, Wiedersehen und romantische Momente. Aber wie wird diese improvisierte Seifenoper enden? Gibt es ein Happy End für das Betreiberpaar, oder wird es der Grundstücksbesitzer Heiko Zimmermann schaffen, Ecke aus seinem Kiosk zu vertreiben? Auf wessen Seite steht Thomas, Eckes bester Freund? Und wer ist eigentlich dieser geheimnisvolle Gast? All das erfährt man beim großen Showdown am Reileck!

Am Freitag, den 13.10. um 20 Uhr startet die letzte Folge der Improtheatersoap "ReilEcke" - dem neuen Improvisationstheaterformat der halleschen Lokalmatadore „Hörspiel auf Verlangen“. Darin wird ein ganz besonderer Blick auf das Leben eines Kioskbesitzers geworfen. Was sich jedoch in der jeweiligen Folge ereignet, wird der Abend zeigen. Alles ist improvisiert und wird das Publikum, wie auch die Schauspieler gleichermaßen überraschen.

gefördert vom Land Sachsen-Anhalt und von der Stadt Halle (Saale)

Goldrichtig! Rund ums Reileck wird interveniert

Blattvergoldung im öffentlichen Raum von Andrea Golla
20. September bis 12. Oktober 2017

"Ich suche mir ein Gebiet, durchwandere es, zeichne meine Wege auf und hinterlasse goldene Spuren an Orten, die vom Abriss bedroht sind, oder in ihrer Schönheit nicht ausreichend gewürdigt werden." (Andrea Golla)






































Am vergangenen Mittwoch durften wir auf Goldsuche gehen, begleitet von der Berliner Künstlerin Andrea Golla, die uns vorab ihre Vorgehensweise erklärte. Auf ihren Wanderungen rund ums Reileck hat sie kleine Vergoldungen hinterlassen, die jeder nun für sich entdecken kann. 

Flyer mitnehmen und auf geht's ...

Die nächste Wanderung mit der Künstlerin findet zur Finissage am Mittwoch, den 12.10. statt um 16 Uhr statt.












































Teil 1: Wanderungen
Mit Stadtplan und Zirkel definiert Andrea Golla ihr Wandergebiet. Mittelpunkt ist der Kiosk am Reileck, Händelstraße 1a. Alles, was innerhalb des Kreises liegt, wird an acht Tagen erwandert. Die Wanderwege werden in den Stadtplanausschnitt eingetragen.

Teil 2: Vergolden
Meist sind es unscheinbare, alltägliche Dinge an Orten, die vom Abriss bedroht sind oder in ihrer Schönheit nicht ausreichend gewürdigt werden. Oft ist es auch der Ort selbst, auf den die Künstlerin durch ihre Vergoldung mit echtem Blattgold aufmerksam machen möchte. 

Teil 3: Dokumentation
Auf jedem der acht großen Fenster des Kioskes ist eine lineare, abstrakte Zeichnung eines Weges zu sehen. Die Zeichnungen entwickeln sich aus den acht Wanderungen und haben ihrerseits Einfluss auf die Wahl der Wege. Das Ergebnis ist offen. Ein Flyer mit Stadtplanausschnitt und Markierungen der vergoldeten Orte liegt am Kiosk zum Mitnehmen bereit. So kann sich jeder selbst auf den Weg machen, um nach dem Gold zu suchen.

Zur Eröffnung und Finissage wird Andrea Golla von ihren Erfahrungen im erwanderten Gebiet berichten und ihre Vorgehensweise beschreiben. Auch hier kann das Ergebnis offen sein und ein neuer Weg, eine neue Zeichnung kann gemeinsam entstehen.

Das Projekt ist gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt und die Stadt Halle (Saale).








Taubenschlag

Kollektiv Tod (Berlin)
20. August bis 12. September 2017 im Kunst- und Projektraum Kiosk am Reileck
Eröffnung und Stand der Dinge +++ kaffe und kuchen ++++ oder kleben  
und fluchen +++ am So, 20.8.2017 um 15 Uhr

Eines der Plakate der Künstler zur Ausstellung im Kiosk.


Um die 50 Tauben wurden geschnitzt, gedruckt und im öffentlichen Raum plakatiert.
Nach dem Ruhrpott, Berlin und Barcelona wollen die Künstler_innen des Kollektivs Tod dieses Projekt in Halle im Kunst- und Projektraum Kiosk am Reileck weiterführen und neue Tauben für diese neuen Räume produzieren.
Sie verstehen den Kiosk in seiner Umgebung gleichzeitig als Innen- und Außenraum, als geschlossen oder offen, leer oder voll, neutral und noch zu gestalten oder determiniert und zu erweitern. Mit diesen Unterschieden wollen sie arbeiten und die Tauben im und am Kiosk plakatieren – komprimiert oder entfaltet, geschützt oder (an)greifbar.

Fühlen Sie sich herzlich eingeladen die Künstler_innen zur Eröffnung kennenzulernen und die Installation im Projektraum des hr.fleischer e.V. zu betrachten. Zwischen dem 20. August um 15 Uhr und dem 12. September 2017 haben Sie rund um die Uhr die Gelegenheit den "Taubenschlag" zu besuchen.

Diese Ausstellung wird gefördert vom Land Sachsen-Anhalt und der Stadt Halle (Saale).


Das Kollektiv Tod hatte sich 2007 als Verlag in Berlin gegründet, um eigene Künstlerbücher zu gestalten, zu drucken und herauszugeben mit einem Fokus auf gesellschaftliche Themen. Vernetzung, Austausch und kollektive Arbeit stehen für die Künstler_innen im Vordergrund. Neben den Büchern entstehen auch Bilder in unterschiedlichen Verfahren von großformatigen Holzschnitten, über Siebdruck bis hin zur Malerei. Großformatige Holzschnitte werden immer wieder im öffentlichem Raum plakatiert. Diese Arbeit wiederum fließt in Bücher ein, die Ausschnitte aus den originalen Holzschnitten mit Siebdrucken vermischen. Weitere Infos finden Sie hier: http://kollektivtod-verlag.de

Eines der Plakate der Künstler zur Ausstellung im Kiosk.

Kollektiv Tod, Barcelona, Foto: Kollektiv Tod

ReilEcke – die Kiosksoap TEIL 3

Hörspiel auf Verlangen
18. August 2017 – 20 Uhr



































Was in Episode 2 geschah:
Seit der Eröffnung sind einige Wochen vergangen. Der Kundenstamm wächst … langsam. Aber Eckhardt und seine Freundin Cecile glauben noch an den Erfolg. Es ist die „Lange Nacht der Wissenschaft“ und wie so oft, hat sich Eckhardt was Besonderes ausgedacht, um Kunden anzulocken. Es gibt verschiedene Experimente zu erwerben - von Wurstexperiment bis Bierexperiment. Bei der Vorbereitung der Experimente ist Eckhardt verunglückt und in die Notaufnahme gegangen. Cecile hatte er nur eine kurze Nachricht hinterlassen. Erst im Laufe des Abends wird klar, Eckhardt kommt nicht mehr. Beim Kartoffelexperiment hat er einen Stromschlag bekommen.
Cecile versucht leicht überfordert den Laden zu schmeißen. Zum Glück kommt Thomas, ein alter Schulfreund von Eckhardt und Stammgast vorbei. Er unterstützt sie tatkräftig und beweist sein Verkaufstalent. Mit einer Schachtel Schokoherzen versucht er Cecile näher zu kommen.
Plötzlich taucht eine verzweifelte Braut auf, die Cecile gehörig durcheinander bringt. Saskia heißt sie und ist die alte Jugendliebe von Eckhardt. Zumindest behauptet sie das, und sie behauptet viel wenn der Tag lang ist. Das wiederum behauptet Thomas, der sie von früher kennt. Saskia hat schon 8 oder mehr Heiratsanträge hinter sich. Auch Eckhardt soll ihr einen Heiratsantrag gemacht haben. Aber sie wollte nicht. Das trifft Cecile sehr, wartet sie doch schon lange auf einen Antrag von Eckie. Es stellt sich raus, das Eckie ein ganz Wilder gewesen sein muss - mit Bungee Jumping und so. Cecile lässt sich ein paar Tipps von Saskia geben.
Dann taucht ein Typ auf (Heiko Zimmermann), der behauptet, dass der Kiosk ihm gehöre und er ihn umbauen wolle. Seine Ideen sind haarsträubend und sein Bodyguard angsteinflößend. Thomas und Cecile haben Mühe sich gegen ihn durchzusetzen. Am Ende übergibt er ein Schreiben, das droht alles zu verändern.
Saskia haut mit Heiko Zimmermann ab. Vielleicht heiratet sie bald.

ReilEcke ist das neue Improvisationstheaterformat der halleschen Lokalmatadore „Hörspiel auf Verlangen“. In 5 Episoden wird ein ganz besonderer Blick auf das Leben eines Kioskbesitzers geworfen. Was sich jedoch in der jeweiligen Folge ereignet, wird der Abend zeigen. Alles ist improvisiert und wird das Publikum, wie auch die Schauspieler gleichermaßen überraschen.

DISCOFOX

Ausstellung von Christian Gode
29. Juli bis 17. August 2017
Vernissage am Freitag, den 28. Juli um 18 Uhr




Christian Godes Formenrepertoire ist die geometrische Linie oder die durch Linien begrenzte Fläche. Der vorgefundene Raum ist der Anfang und Auslöser seines Arbeitens beziehungsweise seines Denkens. Entscheidend hierbei ist, dass die zur Anwendung kommenden minimalistischen Formen nicht a priori vorhanden sind, sondern aus dem Raum und seinen vorhandenen Strukturen entwickelt werden. Die Interventionen, die vorgenommen werden, sind oftmals Schnüre oder Klebebänder und als solche von nur geringer Eigenwertigkeit; sie arbeiten nicht als Opposition zum Raum, verstellen und versperren nicht. Gleichwohl bilden sie einen Störfaktor, fordern auf, das vermeintlich Bekannte neu oder anders wahrzunehmen. Christian Gode geht es um Erfahrungen, vorrangig Seh-Erfahrungen im Raum, um das Sehen und Erfahren selbst. Letztlich ist der Betrachter angesprochen und gemeint, seine Bewegung im Raum und die damit verbundenen Seherfahrungen und Erkenntnisse.
Für hr.fleischers Kiosk am Reileck ist eine Folienarbeit geplant. Ausgangspunkt werden die Fenster des Kiosk sein. Die Arbeit bezieht sich auf Maße, Formen, architektonische Struktur, dem Verhältnis von Innen und Außen, sowie auf den Ort des Kiosk an einer Kreuzung.


Die Ausstellung wird gefördert vom Land Sachsen-Anhalt und der Stadt Halle (Saale).

The Black Cube

Ausstellung von Tillmann Hercht







































5. bis 21. Juli 2017
Eröffnung am 5. Juli um 18 Uhr

Im Juli 2017 am Reileck in Halle an der Saale, direkt zwischen dem Pizzabäcker und dem Asiafreund:
Der Mann dort bemalt doch einen Kiosk, einen dieser gläsernen Kioske, die es damals noch zuhauf gab, so wie unsere Großeltern ihn noch aufsuchten, wenn sie sich eine Zeitung oder Kippen kauften, dem neuesten Tratsch lauschten oder eine runde Schach spielten.
Der Mann ist sehr flink, Scheibe für Scheibe füllt sich mit einem Hauch Farbe an.
Und was macht er jetzt?...
Da fragt sich ein vorbeilaufender Passant: "Was soll das denn … ?"
Der nächste fragt es direkt … und sie kommen ins Gespräch über …
Und ja, man kann in sein Innerstes schauen …
Doch w.. erkennen wir?



Die Ausstellung wird gefördert von der Stadt Halle (Saale).





































Fotograf: Lukas Pfalzer

ZeitLosKiosk

der unbekannten Poeten
24. bis 30. Juni 2017



Die unbekannten Poeten mit Gastautor Fabian Steidl laden zu einer Reise durch die Zeitgeschichte des Kiosk ein. Diesmal versuchen die Autoren Vergangenes mit der Jetztzeit zu verbinden.
Dazu wird der Kiosk in seine ursprüngliche Funktion als Verbreitungsort von Nachrichten zurück versetzt und in ein Kostüm aus alltäglichen und abstrusen Nachrichten gehüllt. Denn so manche Nachricht lässt ahnen, dass bestimmte Themen zeitlos sind.

Der ZeitLosKiosk beginnt am 24. Juni um 19 Uhr mit einer Vernissage und präsentiert sich mit den „neusten“ Nachrichten am Montag, den 26. Juni, Mittwoch, den 28. Juni und Freitag, den 30. Juni um jeweils 20 Uhr. Sicher ist, dass ihr den einen oder anderen Geschichtenschnipsel wiederfinden werdet.

Musik an der Stehlampe gibts auch. Für wen das Licht angeknipst wird und das aktuelle Programm findet ihr unter die-unbekannten-poeten.de.

Die unbekannten Poeten freuen sich auf eine zeitlos schöne Woche, bestes Wetter und auf euch!






























Vernissage der Ausstellung mit Gesang von Kristin



Singer Songwriter Hannes Bungenberg sang Montagabend am Kiosk, dazu gab es Texte von Katrin Rux und Dirk Fehse. 


Die unbekannten Poeten präsentieren Christoph Liedtke mit einer Lyrikperformance an der Stehlampe zur Finissage der Ausstellung. 

Das Projekt ist gefördert vom Land Sachsen-Anhalt und der Stadt Halle (Saale).


ReilEcke – die Kiosksoap TEIL 2

Hörspiel auf Verlangen
24. Juni 2017 – 20 Uhr






Eckhard Koslowski ist Ende 30 und hat einen Job, eine Freundin und eine 3- Zimmer Wohnung. Kurz, ein ruhiges Leben. Bis er eines Tages einen Brief erhält…eine Erbschaft…ein Kiosk. Die Entscheidung fällt schnell, denn es ist Zeit für Veränderungen und Ecke hat ein neues Ziel in seinem sonst so tristen Alltag. Er strotzt vor Geschäftsideen! Seine Freundin unterstützt ihn, alte Freunde sind auch mit dabei und neue Feinde warten schon…

Was im Teil 1 geschah: 
Mit einer gut gefüllten Auslage, Sekt, Eckes Edelkirsch und einer Kundentombola hat Eckhardt seinen neuen Kiosk pompös eröffnet. Das war aufregend. Seine Freundin Cecile war auch sehr aufgeregt. Immerhin hatte sie erst einige Tage zuvor ihren neuen Job beim gegenüberliegenden Bäcker angetreten und wenn jetzt noch Eckes Geschäftsidee aufging, dann wäre das so sehnlich erhoffte Familienglück samt Haus und Kindern nicht mehr fern...nur mit der Kioskdekoration muss er sich noch etwas mehr Mühe geben. Ecke interessiert das herzlich wenig. Er ist wieder in seiner Geburtsstadt und wittert jetzt die Chance seinem verstorbenen Vater, von dem er den Kiosk geerbt hat, zu zeigen, dass er kein Versager ist und sein Geschäftssinn funktioniert.
Große Freude gab es auch über das Wiedersehen mit seinem alten Schulfreund Thomas. Doch beim Schwelgen in alten Erinnerungen stellte sich schnell heraus, dass ihre Freundschaft schon vor Eckes Wegzug vor 20 Jahre viele Facetten hatte. Eckhardts damalige Liebschaften und ein gescheitertes Bandprojekt der beiden stoßen dem Verwaltungsfachangestellten Thomas noch immer sauer auf.
Doch während alte Schulgeschichten wieder aufgewärmt wurden, kam eine vermeintliche Kundin Manuela Brauhaus zum Kiosk. Alsbald entpuppte sie sich als Geliebte des verstorbenen Vorbesitzers und machte auch keinen Hehl daraus, dass sie eigentlich die neue Besitzerin des Reileckschen Kleinodes werden wollte. Alle Absprachen mit Eckes Vater waren wohl schon gemacht. Nur Beweise konnte sie nicht liefern. Durchsuchte sie deswegen heimlich den Kiosk vom Keller bis zum Dach? Fakt ist – sie wurde fündig. Und als sie mit einer mysteriösen Blechbüchse den Kiosk verlassen wollte, konnte sie glücklicherweise noch gestoppt werden. Beim Anblick des Inhalts gingen allen die Augen über...

ReilEcke ist das neue Improvisationstheaterformat der halleschen Lokalmatadore „Hörspiel auf Verlangen“. In 5 Episoden wird ein ganz besonderer Blick auf das Leben eines Kioskbesitzers geworfen. Was sich jedoch in der jeweiligen Folge ereignet, wird der Abend zeigen. Alles ist improvisiert und wird das Publikum, wie auch die Schauspieler gleichermaßen überraschen.


Premiere am 4. Mai 2017 um 20 Uhr
weitere Termine:
23. Juni 2017 /
18. August 2017 /
15. September 2017 /
13. Oktober 2017
jeweils um 20 Uhr


hoerspiel-auf-verlangen.de


Das Projekt ist gefördert vom Land Sachsen-Anhalt und der Stadt Halle (Saale).

RadioKioskKonzert + Improjukebox

RadioKioskKonzert 2017 Franziska Stübgen
Fotos: Franziska Stübgen


Viele kleine Radios können das Gesicht einer Kreuzung ändern. Oder besser: deren Akustik.
Jene Geräte soll das Publikum bestenfalls mitbringen um zu hören, was im hr.fleischer-Kiosk vor sich geht: 3 Bands und 3 Solisten in dem kleinen Räumchen – und einer auf dem Dach.
All dies wird live auf Radio Corax übertragen. Mit Hilfe der zusammengetragenen Ghettoblaster, Kofferheulen und Handy-Radios wird das schräge Programm auch vor dem Kiosk zu hören sein – und verändert somit den städtischen Raum zu einem ungewöhnlichen Treffpunkt.
das Programm:
15:10 Pavian (Punk, Halle)
16:00 Reiser (Pop-Punk, Leipzig)
16:50 Comb (dunkler Elektropop, Halle)
18:00 form vs. Classless Kulla (rappend zwischen Springstoff und Sozialistischer Plattenbau, beide aus Berlin)
in den Pausen: Karl Russel (Ambient, Halle)
supportet by MazeTools (Ectoplastic Laboratory, Halle)
20:00 Uhr   Improjukebox (Hörspiel auf Verlangen, Halle)


RadioKioskKonzert 2017 Franziska Stübgen

RadioKioskKonzert 2017 Franziska Stübgen

RadioKioskKonzert 2017 Franziska Stübgen

RadioKioskKonzert 2017 Franziska Stübgen
RadioKioskKonzert 2017 Franziska Stübgen

RadioKioskKonzert 2017 Franziska Stübgen KWSA


RadioKioskKonzert 2017 Franziska Stübgen
















RadioKioskKonzert 2017 Franziska Stübgen




































gefördert von

Förderer RadioKioskKonzert 2017 Kreativwirtschaft Sachsen-Anhalt e.V.
Förderer RadioKioskKonzert 2017 Studierendenrat Burg Halle










unterstützt durch

Unterstützer RadioKioskKonzert 2017 Radio Corax


Projektstipendium 2017: Chiara Kastner - hr.fleischers pfle|gekiosk. take care!

Was sonst hinter verschlossenen Türen passiert.


Die Tänzerin und Performancekünstlerin Chiara Kastner erhält das hr.fleischer e.V. Projektstipendium 2017 in Erinnerung an Juliane Noack für hr.fleischers pfle|gekiosk. take care!

Im Rahmen von hr.fleischers pflegekiosk lädt Chiara Kastner mit diesem OPEN CALL alle Interessierten ein, bei der pflegbar am 9. Juni, 18 Uhr selbst aktiv zu werden. Weiter unten gibt es mehr dazu zu lesen. 


Chiara Kastner pfle|gekiosk

Video vom 27. Mai/ Kiosk am Reileck - Livesendung mit Radio Corax von 18-20 Uhr: Tombola für Neue Mitglieder im Rahmen von Call for Members // Performance mit Chiara Kastner und Roland Walter, Lesung mit Maxim Kares.

Weitere Informationen:
  • Ausstellungsdauer: 23. Mai bis 17. Juni 2017, Pflegebetrieb & Kollektive Pflegemaßnahmen am Kiosk von Donnerstag bis Samstag 15 Uhr–18 Uhr
  • Dienstag, 23. Mai, 18 Uhr: Eröffnung mit einer pflegerischen Performance und anschließendem Pflegeprogramm für die Sinne
  • Samstag, 27. Mai 2017, 18 Uhr: „Pflegeberichte“ (Szenische) Lesung mit Maxim Kares, u.a., Performance zur Pflege mit Chiara Kastner und Roland Walter
  • Donnerstag, 1. Juni 2017, 18 Uhr: Performance Chiara Kastner und Gäste
  • Montag, 5. Juni, 18 Uhr: HypnosePflegeConcerto mit Les Halles (FR) und Accou (BE)
  • Freitag, 9. Juni 2017, 18 Uhr: pflegbar (Willst Du selbst mitpflegen? Schau Dir den OPEN CALL von Chiara Kastner an.)
  • Abschlussfest: Freitag, 16. Juni bis Samstag, 17. Juni, jeweils ab 15 Uhr mit Konzert, Screening, u.a., Gemeinsame Tafel am Freitag, 16. Juni (bring etwas mit)


Denkmäler pflegen, Daten pflegen, Brauchtum pflegen, den Körper pflegen, Kranke pflegen, gesund pflegen, zu sagen pflegen, jemanden pflegen, sich pflegen. take care! im vorbeigehen und darüber hinaus. Jeder Mensch braucht Pflege und diese ist individueller Natur wie er selbst.

hr.fleischers pfle|gekiosk ist ein Seismograph, der versucht, den Pflegebedarf in der Stadt zu ermitteln. Experimentiert wird mit verschiedenen Formaten wie Ausstellung, Performance und Lesung, um den Begriff der Pflege soweit wie möglich zu erweitern. Was kann Pflege alles bedeuten? Der Kiosk ist eine dankbare Plattform, um das viel diskutierte Thema in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. In das Alltagsbewusstsein der Passanten integriert sich, was sonst hinter verschlossenen Türen passiert. In einem sich immer wieder wandelnden Ausstellungs- und Veranstaltungsraum wird fortlaufend Pflegebetrieb stattfnden. Der Ort soll dazu ermutigen, herauszufnden, was Besucher*innen zu ihrer eigenen Pflege brauchen.

Chiara Kastner über ihr Stipendiumsprojekt „Komm vorbei und pflege Dich, pflege andere, pflege etwas. Trete ein und gönne Dir eine Pflegeeinheit im Vorbeigehen. Lass Dich überraschend pflegen oder nimm Deine Pflege selbst in die Hand. Auf dem Weg zur Arbeit auf dem Nachhauseweg, in die Uni, zum Einkaufen. Ob eine Massage, ein Bild malen, ein Gespräch führen, eine Umarmung abholen, ein Trauerritual, Wut in ein Kunstwerk verwandeln, Musik machen, etwas kaputt machen, etwas reparieren von jemandem eingecremt werden, jemanden bekochen, einen Tee trinken, tanzen: alles möglich. An der Außenseite des Kiosk wird ein schwarzes Brett installiert, auf dem Passanten ihre eigenen Pflegewünsche aufschreiben können."



OPEN CALL
zur pflegbar am 9. Juni 2017


Ich pflege, du pflogst, wir pflögen.
Dich, eine andere Person, Haare, Daten, Nägel, Kontakte, Denkmäler, Gräber,
Haut, Menschen, Traditionen, Gebäude, Tiere, Füsse, Bäume, Klänge...
Bist du Pflegekind, pflegst du intensiv oder leicht, hast du ein Pflegepferd?
Pflegst du Gesunde krank oder Kranke gesund? Pflegst du Gesichter,
Wälder, Seelen oder einen Verein?


Komm am 9. Juni, 18 Uhr zur pflegbar zum Kiosk und gib der Pflege eine Stimme. Ob mit Text, Musik, Performance, Tanz, Gebärden oder indem du einfach zeigst wie du etwas pflegst. Jeder Ausdruck ist willkommen.

Gegen den Pflegenotstand für pflegerische Vielfalt!

Der Ort ist barrierefrei.
Anmeldung und kurze Beschreibung an: chiarakastner@hotmail.com 

Auch spontane Beiträge erwünscht! 



Über die Künstlerin und
das hr.fleischer Stipendium „Mach den Kiosk 2017“


Chiara Kastner ist Projektstipendiatin des halleschen Kunst- und Projektraums hr.fleischer e. V. Die Tänzerin und Performancekünstlerin aus Berlin wird in einer Zusammenarbeit mit ihrem Performancekollektiv die feigen und anderen Künster*innen den Kiosk bespielen. Der offene künstlerische Ansatz, sich mit dem Thema Pflege in einem erweiterten Verständnis performativ, prozesshaft und in Interaktion mit Coagierenden wie auch mit zufällig Passierenden in der Öffentlichkeit auseinanderzusetzen, hat die Jury überzeugt. Der Wettbewerbsbeitrag bildet in herausragender Weise die Spielräume eines erweiterten Kunstbegriffs ab.

Das Stipendium wurde zum zweiten Mal ausgeschrieben und ist mit 1.000 Euro dotiert. Dabei wird für den ehemaligen Zeitungskiosk an einem zentralen Knotenpunkt der Stadt Halle (Saale) ein Kunstprojekt realisiert, das auf diesen Ort zugeschnitten ist. Von insgesamt 82 Bewerbungen schafften es fünf in die letzte Runde: die Bewerbungen von Fredie Beckmans, Chiara Kastner, Odine Lang, Vasili Macharadze und Jörn Plaß. Die Entscheidung der Jury fiel abschließend auf die Berliner Künstlerin Chiara Kastner.
Die Jury bestand aus den Vereinsmitgliedern Matthias Behne (Designer), Charlotte Ehrt (Spiel- und Lerndesignerin), Katrin Eitner (Galeristin), Rita Lass (Buchkünstlerin) und Jörg Wagner (Bildender Künstler). Das Stipendium ist dem Andenken des tragisch zu Tode gekommenen hr.fleischer e. V.  Gründungsmitglieds Juliane Noack gewidmet.


hr.fleischers pfle|gekiosk ist Teil der Initiative sichtbar - zeitgenössische Kunst im Rahmen der Händel-Festspiele 26. Mai - 11. Juni 2017 www.sichtbar-halle.de


Todesgedanken

eine Installation mit Perspektive
von Juliane Uhl
vom 8. bis 20. Mai 2017
Finissage am 20. Mai 2017 – 19 Uhr

Foto: Ronny Zeisberg





















Todesgedanken entspricht dem grundlegenden Ansatz JU is ME, der aus einem persönlichen Blickwinkel Facetten des Seins zeigt, die jeder kennt, die aber stark von Alltag und Werbewahn überlagert sind. JU is ME beschreibt die Idee, dass Objektivität aus der Masse von Subjektivitäten entsteht und dass in dieser Realität YOU und ME verschmilzt. Juliane Uhl, Soziologin und Kommunikationswissenschaftlerin geht davon aus, dass wir Menschen ähnlich denken und Individualität erst durch die Integration neuer Gedanken entsteht. Ihre Arbeit stellt einen niedrigschwelligen Zugang zu existentiellen Themen zur Verfügung, um in Zeiten totaler Verworrenheit, zurück zu den Basisthemen des Menschen zu kommen. Denn erst dann, wenn der Mensch wieder über die Dinge nachdenkt, die ihn als Spezies ausmachen und nicht als Konsumenten, kann er sich die Wirklichkeit zurückholen.

Juliane Uhl arbeitet seit vier Jahren im Krematorium, hält Vorträge und schreibt über den Tod. Sie plakatiert in ihrer Ausstellung Todesgedanken Ideen der Lebensbetrachtung. Dabei folgt sie dem Prinzip, dass jeder nur selbst seinen Sinn erkennen kann. Mit ihrer Arbeit will sie einen Zugang zu den Fragen des Lebens schaffen.






ReilEcke – die Kiosksoap






Eckhard Koslowski ist Ende 30 und hat einen Job, eine Freundin und eine 3-Zimmer-Wohnung. Kurz: ein ruhiges Leben. Bis er eines Tages einen Brief erhält … eine Erbschaft … ein Kiosk. Die Entscheidung fällt schnell, denn es ist Zeit für Veränderungen und Ecke hat ein neues Ziel in seinem sonst so tristen Alltag. Er strotzt vor Geschäftsideen! Seine Freundin unterstützt ihn, alte Freunde sind auch mit dabei und neue Feinde warten schon …

ReilEcke ist das neue Improvisationstheaterformat der halleschen Lokalmatadore "Hörspiel auf Verlangen". In 5 Episoden wird ein ganz besonderer Blick auf das Leben eines Kioskbesitzers geworfen. Was sich jedoch in der jeweiligen Folge ereignet, wird der Abend zeigen. Alles ist improvisiert und wird das Publikum, wie auch die Schauspieler gleichermaßen überraschen.

Premiere am 4. Mai 2017 um 20 Uhr
weitere Termine:
23. Juni 2017 /
18. August 2017 /
15. September 2017 /
13. Oktober 2017
jeweils um 20 Uhr

hoerspiel-auf-verlangen.de

Das Projekt wird gefördert vom Land Sachsen-Anhalt und der Stadt Halle (Saale).